Gesellschaft

ÔĽŅ
Gesellschaft

* * *

Ge|sell|schaft [g…ô'z…õl Éaft], die; -, -en:
1.
a) <ohne Plural> das Zusammen-, Befreundet-, Begleitetsein; gesellschaftlicher Verkehr:
in schlechte Gesellschaft geraten; sie war in [der] Gesellschaft zweier Herren.
Syn.: ‚ÜĎ Begleitung, ‚ÜĎ Umgang.
Zus.: Damengesellschaft, Herrengesellschaft.
b) geselliges, festliches Beisammensein:
eine Gesellschaft geben.
Syn.: 2Ball, ‚ÜĎ Feier, ‚ÜĎ Fest, ‚ÜĎ Fete (ugs.), ‚ÜĎ Party.
Zus.: Abendgesellschaft, Kaffeegesellschaft.
c) Kreis, Gruppe von Menschen:
eine große, nette Gesellschaft; eine gemischte (sehr unterschiedlich zusammengesetzte) Gesellschaft.
Syn.: ‚ÜĎ Runde.
Zus.: Hochzeitsgesellschaft, Jagdgesellschaft, Reisegesellschaft, Trauergesellschaft.
2. Gesamtheit der unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen, sozialen Verhältnissen und Formen zusammenlebenden Menschen:
die b√ľrgerliche Gesellschaft.
Syn.: ‚ÜĎ Allgemeinheit, ‚ÜĎ Bev√∂lkerung, B√ľrgerinnen und B√ľrger, Leute <Plural>, Menschen <Plural>, ‚ÜĎ √Ėffentlichkeit.
Zus.: Feudalgesellschaft, Freizeitgesellschaft, Informationsgesellschaft, Klassengesellschaft, Konsumgesellschaft, Leistungsgesellschaft, Spaßgesellschaft, Ständegesellschaft, Überflussgesellschaft, Wegwerfgesellschaft, Wohlstandsgesellschaft.
3. durch Verm√∂gen, Stellung, Bildung o. √Ą. ma√ügebende obere Schicht der Bev√∂lkerung:
zur Gesellschaft gehören.
Syn.: die oberen Zehntausend, die Spitzen der Gesellschaft, ‚ÜĎ Elite, f√ľhrende Kreise.
4. Vereinigung [auf Zeit] mit bestimmten Zwecken:
eine wissenschaftliche Gesellschaft; eine Gesellschaft mit beschr√§nkter Haftung (Abk√ľrzung: GmbH).
Syn.: ‚ÜĎ Betrieb, ‚ÜĎ Firma, ‚ÜĎ Konzern, ‚ÜĎ Unternehmen, ‚ÜĎ Unternehmung.
Zus.: Aktiengesellschaft, Baugesellschaft, Filmgesellschaft, Fluggesellschaft, Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft, Luftfahrtgesellschaft, Mineralölgesellschaft, Muttergesellschaft, Telefongesellschaft, Tochtergesellschaft, Transportgesellschaft, Versicherungsgesellschaft.

* * *

Ge|seŐ£ll|schaft ‚Ć©f. 20‚Ć™
1. zweckgebundene, aus N√ľtzlichkeitserw√§gungen entstandene, meist in sich gegliederte Gruppe von Menschen, die zusammen leben u. arbeiten (Klassen\Gesellschaft, Ur\Gesellschaft)
2. Vereinigung mehrerer Personen zu einem bestimmten Zweck u. mit speziellen Satzungen (Handels\Gesellschaft, Sprach\Gesellschaft)
4. geselliger Kreis (Abend\Gesellschaft, Damen\Gesellschaft, Herren\Gesellschaft, Reise\Gesellschaft, Tisch\Gesellschaft)
5. die im geselligen Verkehr ma√ügebende, f√ľhrende Schicht eines Landes od. einer Stadt
6. Begleitung, Beisammensein
‚óŹ die \Gesellschaft Jesu der Jesuitenorden ‚óŹ einer \Gesellschaft beitreten; \Gesellschaften besuchen; eine \Gesellschaft geben; eine \Gesellschaft gr√ľnden; da kommt \Gesellschaft! jmd. zur Begleitung; jmdm. \Gesellschaft leisten jmdn. unterhalten, ihm die Zeit vertreiben ‚óŹ die b√ľrgerliche \Gesellschaft das B√ľrgertum; die feine, gute, vornehme \Gesellschaft; die ganze \Gesellschaft alle miteinander; gelehrte \Gesellschaft; geschlossene \Gesellschaft Kreis nur f√ľr geladene G√§ste; ‚Ć©Soziol.‚Ć™ Gesellschaftsform, die sich nach au√üen abschlie√üt u. in der die wichtigen Staatsangelegenheiten nur einem engen Kreis Eingeweihter bekannt werden; ihr seid aber eine langweilige \Gesellschaft! ‚Ć©umg.‚Ć™; literarische \Gesellschaft; die menschliche \Gesellschaft; offene \Gesellschaft ‚Ć©Soziol.‚Ć™ Gesellschaftsform, zu der jeder Zutritt hat u. in der die wichtigen Staatsangelegenheiten in der √Ėffentlichkeit diskutiert werden; schlechte \Gesellschaft schlechter Umgang ‚óŹ jmdn. auf einer \Gesellschaft treffen; \Gesellschaft f√ľr deutsche Sprache; sich in \Gesellschaft benehmen, bewegen k√∂nnen; neu in die \Gesellschaft eingef√ľhrt werden; in eine \Gesellschaft eintreten; viel in \Gesellschaften gehen; ich bin gern in deiner \Gesellschaft; in schlechte \Gesellschaft geraten; in schlechter \Gesellschaft verkehren; \Gesellschaft mit beschr√§nkter Haftung ‚Ć©Abk.: GmbH‚Ć™ Kapitalgesellschaft, bei der die Gesellschafter nur mit ihrem Einlagekapital haften

* * *

Ge|seŐ£ll|schaft , die; -, -en:
1. Gesamtheit der Menschen, die zusammen unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen u. sozialen Verhältnissen leben:
die b√ľrgerliche G.;
die Stellung der Frauen in der G.
2. [mhd. geselleschaft, ahd. giselliscaft = freundschaftliches Verbundensein, Freundschaft]
a) <o. Pl.> das Zusammensein; Begleitung; Umgang:
das ist keine G. f√ľr dich;
jmds. G. fliehen, meiden;
er sucht ihre G. (möchte mit ihr zusammen sein);
in schlechte G. geraten;
‚ėÜ jmdm. G. leisten (bei jmdm. sein, sich jmdm. anschlie√üen, damit er nicht allein ist);
sich in guter/bester G. befinden (bei etw., was einem widerf√§hrt, was man tut od. sagt, nicht der Einzige sein, sondern auf andere, bekannte Pers√∂nlichkeiten o. √Ą. verweisen k√∂nnen [wodurch das Negative der Situation abgeschw√§cht bzw. das Positive verst√§rkt wird]);
zur G. (nur aus einer die Geselligkeit fördernden Haltung heraus od. um jmdm. einen Gefallen zu tun: zur G. ein Bier mittrinken);
b) größere gesellige Veranstaltung:
eine geschlossene G. (nur einem bestimmten Kreis zugängliche Veranstaltung);
eine G. geben;
c) Kreis von Menschen, die gesellig beisammen sind:
eine fröhliche, laute G.;
ich will von der ganzen G. (ugs.; von allen diesen Leuten) nichts mehr wissen.
3. durch Vermögen, Stellung [u. Bildung] maßgebende obere Schicht der Bevölkerung; gesellschaftliche Oberschicht:
die Damen der G.;
zur G. gehören.
4. [mhd. = kaufmännische Genossenschaft, Handelsgesellschaft]
a) Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel od. gemeinsame Interessen haben:
eine literarische G. gr√ľnden;
b) (Wirtsch.) Vereinigung mehrerer Personen od. einzelner Firmen zu einem Handels- od. Industrieunternehmen:
eine bankrotte G.;
G. mit beschr√§nkter Haftung (Kapitalgesellschaft, bei der die ‚ÜĎ Gesellschafter 2 nur mit ihrer Einlage haften) (Abk.: GmbH);
eine G. gr√ľnden.

* * *

I
Gesellschaft,
 
Grundbegriff der Sozialwissenschaften, der seine alltags- und fachsprachliche Vielgestaltigkeit jedoch auch aus seiner Bedeutung f√ľr andere Wissenschaften bezieht.
 
Vom Etymologischen her bezeichnet Gesellschaft das Zusammenleben, die auf zeitliche Dauer angelegte wechselseitige Abh√§ngigkeit von Menschen (Lebewesen), die durch die gemeinsame Teilhabe an einem Raum begr√ľndet wird. Im modernen Verst√§ndnis wird Gesellschaft allerdings zunehmend ein theoretischer, auf Beschreibung und Analyse zielender Begriff, der an der Aufgabe definiert wird, f√ľr die wechselseitige Abh√§ngigkeit menschlichen Handelns und Verhaltens einen Bezugsrahmen bereitzustellen. Bis zum 17. Jahrhundert galt die aristotelische Vorstellung, in der die Gesellschaftlichkeit des Menschen aus seiner ¬Ľgeselligen¬ę Natur abgeleitet und in der Gesellschaft mit dem Staat (der √§u√üeren Organisationsform des Zusammenlebens) gleichgesetzt wurde. Hierauf fu√üte die antike Sozialphilosophie ebenso wie die theologisch begr√ľndete Ordovorstellung (Rangvorstellung) der mittelalterlichen Philosophie, die in der St√§ndeordnung die g√∂ttliche Sozialordnung ausgedr√ľckt sah. Die moderne Auffassung von Gesellschaft entstand aus dem Zerfall dieser Ordnung mit der Herausbildung der fr√ľhmodernen staatlichen Ordnungen, die von T. Hobbes zum ersten Mal formuliert und von der Schule der schottischen Moralphilosophie weiterentwickelt wurde. Schlie√ülich gab die historische Differenzierung unterschiedlicher sozialer Lebenszusammenh√§nge, Gruppeninteressen und Weltbilder (K. Mannheim) im Zuge der Aufkl√§rung den Blick f√ľr die Unterscheidung von Staat und Gesellschaft frei. Am Ende stand die Vorstellung von Gesellschaft als einem eigenst√§ndigen, eigenen Bewegungsnormen unterworfenen, von Menschen geschaffenen, innerweltlichen Rahmen und Handlungszusammenhang.
 
In anthropologischer Sicht erscheint Gesellschaft als eine naturgegebene Organisationsform von Geselligkeit. Unabh√§ngig davon, ob der Mensch als instinktarmes, physiologisch unzureichend ausgestattetes ¬ĽMangelwesen¬ę (A. Gehlen) oder als weltoffenes, kreatives, spielfreudiges ¬Ľ√úberschusswesen¬ę (J. Huizinga, M. Scheler, H. Plessner) gesehen wird, steht die Bedeutung von Gesellschaft f√ľr die Entwicklung des Menschen sowohl in individueller als auch in √ľberindividueller, kultureller Hinsicht au√üer Frage. Insoweit Gesellschaft das Organisationsfeld der zwischenmenschlichen Interaktion, der kollektiven Produktion und Reproduktion, der Naturaneignung, der Abgrenzung nach au√üen, aber auch die Basis f√ľr die Entfaltung kultureller Verhaltensmuster, die Ausbildung von Kommunikationssystemen, Weltdeutungen und Selbstbildern darstellt, bot sie die Voraussetzung f√ľr die Menschwerdung der Hominiden. Derselbe Sachverhalt gilt f√ľr die Sozialisation des Individuums, die so als zweite Geburt des Menschen (T. Parsons) verstanden werden kann.
 
Theorien der Gesellschaft bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen metaphysisch, historisch oder anthropologisch fundierten Substanzaussagen und wissenschaftstheoretisch orientierten, formalisierten Modellen, die Gesellschaft jeweils nur als Begriff innerhalb eines bestimmten Bezugssystems verstehen.
 
Ph√§nomenologische, interaktionistische und ethnomethodologische Gesellschaftstheorien betrachten in Anlehnung der Theorien von M. Weber Gesellschaft als Teil der Lebenswelt sinnhaft handelnder Individuen, die sich √ľber Symbolsysteme orientieren. Auf einer mittleren Ebene wird Gesellschaft als √ľberindividuelles Funktionsgef√ľge definiert, in dem Konkurrenz sowie Ausgleichs- und Differenzierungsbewegungen f√ľr eine soziale Dynamik sorgen und zugleich in individuell nur begrenzt verf√ľgbaren Normen und Rollenzuschreibungen zum Ausdruck kommen, sodass Gesellschaft als sich selbst steuerndes und stabilisierendes System von Handlungsmustern verstanden wird. Schlie√ülich treten auf einer dritten Stufe globale Gesellschaftstheorien in Erscheinung, die wie die in der Aufkl√§rung und dem Liberalismus des 19. Jahrhunderts wurzelnde Theorie des Gesellschaftsvertrags eine philosophisch-anthropologische, wertende Basis der Selbstauslegung westlicher Gesellschaften bieten (K. Popper). Fortgeschrittene Theorien stehen als Gesellschaftsmodelle unter dem Anspruch, die Betrachtungsweisen aller drei Ebenen integrieren zu k√∂nnen; hierzu z√§hlen Theorien, wie sie N. Luhmann (funktionalistische Perspektive), J. Habermas (Erweiterung der auf einer Synthese marxistischer Theorie und freudscher Sozialpsychologie beruhenden ¬ĽKritischen Theorie¬ę), N. Elias (Interpretation von Gesellschaft als Verflechtungsgef√ľge ungeplanter Handlungsimpulse) und P. Bourdieu (Verbindung ph√§nomenologischer Alltagsanalyse mit erweiterten Begriffen der marxistischen Kritik der politischen √Ėkonomie) entwickelt haben.
 
II
Gesellschaft
 
[von althochdeutsch sal ¬ĽRaum¬ę, m√∂glicherweise von lateinisch solum ¬ĽGrund und Boden¬ę], Grundbegriff der Sozialwissenschaften, der seine alltags- und fachsprachliche Vielgestaltigkeit jedoch auch aus seiner Bedeutung f√ľr andere Wissenschaften bezieht. Die engste Definition findet sich im Recht, wo Gesellschaft jede privatrechtliche Personenvereinigung bezeichnet, die zur Erreichung eines bestimmten gemeinsamen Zweckes durch Rechtsgesch√§ft (Vertrag) begr√ľndet wird. Weitere Definitionen ergeben sich entsprechend den jeweiligen Zielsetzungen (Vereinsrecht, Handelsrecht, Unternehmensformen).
 
 
Vom etymologischen Beleg aus bedeutet Gesellschaft das Zusammenleben, die auf zeitliche Dauer angelegte Interdependenz von Menschen (Lebewesen), die durch die gemeinsame Teilhabe an einem Raum konstituiert wird, so in der althochdeutschen Bedeutung des Wortes ¬Ľgiselliscaft¬ę, das hei√üt die ¬ĽGesellen¬ę (die Gefolgschaft) eines Herrn, die keine Besitzgemeinschaft mit ihm unterhalten, aber am selben Ort leben. Daraus entwickelten sich die heutigen alltagssprachlichen Wendungen wie ¬Ľeine Gesellschaft geben¬ę, deren Akzent auf Verbindung und Interaktion liegt, w√§hrend die r√§umliche Komponente im Laufe der Zeit an Bedeutung verlor. Im modernen Verst√§ndnis wird Gesellschaft zunehmend ein theoretischer, auf Beschreibung und Analyse zielender Begriff, der an der Aufgabe definiert wird, f√ľr die Interdependenz menschlichen Handelns und Verhaltens einen Bezugsrahmen bereitzustellen.
 
Als historisches Ph√§nomen unterliegt die Auffassung von Gesellschaft, die in ihrer heutigen Form auf die Konzeption der modernen ¬Ľb√ľrgerlichen Gesellschaft¬ę des 18. Jahrhunderts Bezug nimmt, ihrerseits dem geschichtlichen Wandel. W√§hrend in der Zeit zuvor der Begriff der Societas civile, eng gekoppelt an die Aristotelesrezeption und deren Wandlungen zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert (M. Riedel), deutlicher in die fachsprachlich engen (juristischen, ethischen, staatsphilosophischen und anthropologischen) Kontexte eingebunden war, wird die ¬Ľb√ľrgerliche Gesellschaft¬ę nun zu einem Leitbegriff durchaus unterschiedlicher Konzeptionen, so in der spekulativen Sozialphilosophie, die etwa bei I. Kant und J. G. Fichte die sittliche, metaphysische Begr√ľndung der Gesellschaftlichkeit des Menschen betont, oder in der ¬Ľmateriellen Geschichtsphilosophie¬ę (T. Geiger), die in verschiedener Weise bei G. W. F. Hegel, A. Comte, K. Marx und H. Spencer die jeweils historisch gefasste konkrete Gesellschaft zum Ansatz ihrer Begriffsbestimmung macht, diese aber bei Hegel z. B. ihrerseits wieder in metaphysischer Spekulation absichert. Bis zum 17. Jahrhundert galt die aristotelische Vorstellung, in der die Gesellschaftlichkeit des Menschen aus seiner ¬Ľgeselligen¬ę, das hei√üt am Leben der ¬ĽPolis¬ę orientierten Natur (Zoon politikon) abgeleitet wurde und in der Gesellschaft mit dem Staat (der √§u√üeren Organisationsform des Zusammenlebens) gleichgesetzt wurde. Hierauf fu√üte die antike Sozialphilosophie ebenso wie die theologisch begr√ľndete Ordovorstellung der mittelalterlichen Philosophie, die in der St√§ndeordnung die g√∂ttliche Sozialordnung ausgedr√ľckt sah. Die moderne Auffassung von Gesellschaft entstand aus dem Zerfall dieser Ordnung mit der Herausbildung der fr√ľhmodernen staatlichen Ordnungen. Sie wurde von T. Hobbes zum ersten Mal formuliert und von der Schule der schottischen Moralphilosophie weiterentwickelt (A. Ferguson verwendete als Erster den spezifischen Begriff der Civil Society). Schlie√ülich gab die historische Differenzierung unterschiedlicher sozialer Lebenszusammenh√§nge, Gruppeninteressen und Weltbilder (K. Mannheim) im Zuge der Aufkl√§rung den Blick f√ľr die Unterscheidung von Staat und Gesellschaft frei. Am Ende stand die Vorstellung von Gesellschaft als einem eigenst√§ndigen, eigenen Bewegungsformen unterworfenen, von Menschen geschaffenen, innerweltlichen Rahmen und Handlungszusammenhang.
 
In anthropologischer Sicht erscheint Gesellschaft als eine naturgegebene Organisationsform von Geselligkeit. Unabh√§ngig davon, ob der Mensch als instinktarmes und biologisch unzureichend ausgestattetes ¬ĽM√§ngelwesen¬ę (A. Gehlen) oder als weltoffenes, kreatives, spielf√§higes ¬Ľ√úberschusswesen¬ę (J. Huizinga, M. Scheler, H. Plessner) gesehen wird, steht die Bedeutung von Gesellschaft f√ľr die Entwicklung des Menschen sowohl in individueller als auch in √ľberindividueller, kultureller Hinsicht au√üer Frage (D. Claessens). Insoweit als Gesellschaft das Organisationsfeld der zwischenmenschlichen Interaktion, der kollektiven Produktion und Reproduktion, der Naturaneignung, der Abgrenzung nach au√üen, aber auch die Basis f√ľr die Entfaltung kultureller Verhaltensmuster, f√ľr die Ausbildung von Kommunikationssystemen, Weltdeutungen und Selbstbildern bildet, bietet sie die Voraussetzung f√ľr die Menschwerdung der Hominiden. Derselbe Sachverhalt gilt f√ľr die Sozialisation des Individuums, die so als zweite Geburt des Menschen (T. Parsons) verstanden werden kann. Je nach dem Stand der sozialen Evolution und Differenzierung und je nach dem Grad der Instinktreduzierung und humanen Individualisierung, das hei√üt der Ersetzung der Naturprogramme f√ľr Verhalten durch soziale Muster, kommt dabei dem Prozess der Institutionenbildung eine zentrale Bedeutung zu, auch wenn hier die Deutung dieses Vorgangs zwischen der Konstatierung zunehmender sozialer Kontrolle und ¬ĽVerkettung¬ę (N. Elias) und der Beobachtung zunehmender Entlastung und Differenzierung (Gehlen, N. Luhmann) schwankt. Unter den Bedingungen zunehmender Vergesellschaftung entstehen so neue R√§ume menschlicher Freiheit und Kontingenz in einem.
 
 Formen der Gesellschaft
 
Die Herausbildung von Klassifikationen zur begrifflichen Erfassung verschiedener Gesellschaftsformen ist seit dem 19. Jahrhundert an die Ausbildung der einzelnen Wissenschaften und innerhalb dieser nicht zuletzt an ideologische Vorentscheidungen gekn√ľpft. So orientiert sich die auch in den Wirtschaftswissenschaften gebr√§uchliche Einteilung der Gesellschaften an Phasen, die nach dem Stand der jeweiligen Entwicklung und Bedeutung einzelner Produktions- und Distributionsbereiche definiert werden und in den Bezeichnungen Agrargesellschaft, fr√ľh-, hoch-, sp√§t- und postindustrielle Gesellschaft (auch Massenkonsumgesellschaft) ihre begriffliche Entsprechung finden. Diese Modelle enthalten implizit eine Absage an die v. a. von Marx entwickelte Konzeption der Klassengesellschaft, die je nach dem Stand der Produktionskr√§fte und der Form der Herrschaftsorganisation als Sklavenhalter-, Feudal- und b√ľrgerliche Gesellschaft bestimmt wird, an die sich nach der revolution√§ren Aufhebung der Klassenspaltung sozialistische und kommunistische Gesellschaften anschl√∂ssen. Von besonderer Bedeutung ist seit dem 19. Jahrhundert der Begriff der ¬Ľb√ľrgerlichen Gesellschaft¬ę geblieben, der √ľber eine rechtlich-staatliche Organisationsform hinausreicht und heute Gesellschaft als umfassenden Ort der individuellen Selbstentfaltung eigenst√§ndig sich verstehender Subjekte bestimmt und insoweit teils zutreffend, teils ideologisch √ľberakzentuiert einen universalen Differenzierungsprozess beschreibt.
 
Fragt man nach dem Grad der Modernisierung (Parsons, S. N. Eisenstadt, D. Lerner, W. Zapf), besonders im Hinblick auf Gesellschaften der Dritten Welt, ist der Begriff Entwicklungsgesellschaft (auch √úbergangsgesellschaft) gebr√§uchlich, w√§hrend ¬Ľkritische¬ę Soziologen die Situation postkolonialer Gesellschaften mit dem Konzept der strukturellen Heterogenit√§t (D. Nohlen, R. Sturm) zu erfassen suchen.
 
Von anderer Art als diese Phasen- oder Stadienmodelle sind idealtypisch aufgestellte Oppositionsmodelle, die entweder durch ein B√ľndel von Merkmalen oder auch durch die Verallgemeinerung einzelner Merkmale definiert werden (z. B. Agrargesellschaft und Industriegesellschaft, traditionelle und moderne Gesellschaft, offene und geschlossene Gesellschaft, Gesellschaft und Gemeinschaft).
 
Von allgemeinerer Geltung ist dagegen der Begriff der unterentwickelten Gesellschaft, der sich aus einem B√ľndel von Merkmalen (ungen√ľgende Versorgung mit Nahrungsmitteln, Gesundheitsdiensten, Bildung und Arbeit, fehlende politische Partizipation und niedriger Lebensstandard) bestimmen l√§sst.
 
 Theorien der Gesellschaft
 
Theorien der Gesellschaft befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen metaphysisch, historisch oder anthropologisch fundierten Substanzaussagen und wissenschaftstheoretisch orientierten, formalisierten Modellen, die Gesellschaft jeweils nur als Bezugsbegriff in einem Referenzsystem verstehen.
 
Ph√§nomenologische, interaktionistische und ethnomethodologische Gesellschaftstheorien (A. Sch√ľtz, G. H. Mead, H. Garfinkel) betrachten in Aufnahme der von M. Weber gebildeten Kategorie des sozialen Handelns Gesellschaft als Teil der Lebenswelt sinnhaft handelnder und sich √ľber Symbolsysteme orientierender Individuen. Auf einer mittleren Ebene wird im Anschluss an V. Pareto und G. Simmel Gesellschaft als √ľberindividuelles Funktionsgef√ľge verstanden, in dem Konkurrenz, Ausgleichs- und Differenzierungsbewegungen f√ľr eine soziale Dynamik sorgen und sich zugleich in f√ľr das Individuum nur begrenzt verf√ľgbaren Normen und Rollenzuschreibungen niederschlagen; Gesellschaft wird in diesem Zusammenhang als sich selbst steuerndes und sich selbst stabilisierendes System von Handlungsmustern verstanden (Parsons, Luhmann), das durch zunehmende Binnendifferenzierung seine Stabilit√§t zu erh√∂hen vermag. Auch √Č. Durkheims Betrachtung des Ganzen einer Gesellschaft unter dem Aspekt des in ihr organisierten Kollektivbewusstseins geh√∂rt zu den Theorietypen dieser Ebene. Schlie√ülich treten auf einer dritten Stufe globale Gesellschaftstheorien in Erscheinung, die wie die in der Aufkl√§rung und dem Liberalismus des 19. Jahrhunderts fu√üende Theorie des Gesellschaftsvertrags eine philosophisch-anthropologische, wertende Basis der Selbstauslegung westlicher Gesellschaften bieten (K. Popper); auf gleicher Ebene befindet sich die ausgearbeitete marxistische Gesellschaftstheorie insofern, als sie auf der Basis der √Ėkonomie historische, sozialphilosophische und anthropologische Betrachtung integriert.
 
Fortgeschrittene Theorien, so bei Luhmann (in funktionalistischer Perspektive), bei J. Habermas (in der Erweiterung der auf einer Synthese marxistischer Gesellschaftstheorie und freudscher Sozialpsychologie beruhenden ¬Ľkritischen Theorie¬ę um die Forschungsergebnisse der modernen Sprachphilosophie; Sprechakt-Theorie), bei N. Elias (Interpretation von Gesellschaft als Verflechtungsgef√ľge ungeplanter Handlungsimpulse) und bei P. F. Bourdieu (Verbindung ph√§nomenologischer Alltagsanalyse mit erweiterten Begriffen der marxistischen Kritik der politischen √Ėkonomie), stehen als Gesellschaftsmodelle unter dem Anspruch, die Betrachtungsweisen aller drei Ebenen integrieren zu k√∂nnen.
 
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
b√ľrgerliche Gesellschaft ¬∑ Dienstleistungsgesellschaft ¬∑ Gemeinschaft ¬∑ Grundwerte ¬∑ Gruppe ¬∑ Herrschaft ¬∑ Industriegesellschaft ¬∑ Interpenetration ¬∑ Klasse ¬∑ Massengesellschaft ¬∑ postindustrielle Gesellschaft ¬∑ Schichtung ¬∑ Sozialisation ¬∑ Soziologie ¬∑ Staat ¬∑ Subkultur ¬∑ Zivilgesellschaft
 
 
F. Tönnies: Gemeinschaft u. G. (1887, Neuausg. 1979);
 G. Simmel: Soziologie (1908, 61983);
 M. Weber: Wirtschaft u. G. (1921, 51985);
 D. Riesman u. a.: Die einsame Masse (1965);
 W. W. Rostow: Stadien wirtschaftl. Wachstums (21967);
 D. Lerner: The passing of traditional society (41968);
 D. Claessens: Instinkt, Psyche, Geltung (21970);
 
Theorie der G. oder Sozialtechnologie, bearb. v. J. Habermas u. a., 3 Bde. (1971-74);
 J. K. Galbraith: Die moderne Industrie-G. (Neuausg. 1974);
 A. Etzioni: Die aktive G. (a. d. Amerikan., 1975);
 T. Parsons: Das System der modernen Gesellschaften (a. d. Amerikan., 21976);
 A. Bellebaum: Soziologie der modernen G. (21978);
¬†F. F√ľrstenberg: Die Sozialstruktur der Bundesrep. Dtl. (61978);
 D. Bell: Die nachindustrielle G. (a. d. Amerikan., Neuausg. 1979);
 P. Bourdieu: Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnolog. Grundl. der kabyl. G. (Neuausg. 1979);
 R. Linton: Mensch, Kultur, G. (a. d. Engl., 1979);
 K. Popper: Die offene G. u. ihre Feinde, 2 Bde. (61980);
 
Alltagswissen, Interaktion u. gesellschaftl. Wirklichkeit, hg. v. der Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (51981);
 S. N. Eisenstadt: Revolution u. die Transformation von G. (a. d. Amerikan., 1982);
 T. Geiger: G., in: Hwb. der Soziologie, hg. v. A. Vierkandt (Neuausg. 1982);
 D. Nohlen u. R. Sturm: Über das Konzept der strukturellen Heterogenität, in: Hb. der Dritten Welt, Bd. 1 (1982);
 R. Sturm: Soziale Systeme (1984);
 B. Schäfers: Sozialstruktur u. Wandel der Bundesrep. Dtl. (41985);
 P. A. Berger: Entstrukturierte Klassen-G.? (1986);
 A. Gehlen: Urmensch u. Spätkultur (51986);
 
G.-Systeme der Gegenwart, hg. v. W. Röhrich (1986);
 J. Ritsert: G. Einf. in den Grundbegriff der Soziologie (Neuausg. 1988);
¬†J. Ritsert: G. Ein unergr√ľndl. Grundbegriff der Soziologie (2000);
¬†A. Sch√ľtz: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt (61993);
 P. L. Berger u. T. Luckmann: Die gesellschaftl. Konstruktion der Wirklichkeit (Neuausg. 34.-35. Tsd. 1994);
 N. Luhmann: Die G. der G.(Neuausg. (1998);
 N. Luhmann: G., in: N. Luhmann: Soziolog. Aufklärung, Bd. 1 (71999);
 M. Riedel in: Geschichtl. Grundbegriffe, hg. v. O. Brunner u. a., Bd. 2 (41998);
 N. Elias: Die G. der Individuen (41999);
 A. Honneth: Die zerrissene Welt des Sozialen. Sozialphilosoph. Aufsätze (21999);
 J.-F. Lyotard: Das postmoderne Wissen (a. d. Frz., Wien 41999);
 
Klass. G.-Begriffe der Soziologie, hg. v. G. Kneer u. a. (2001).
 

* * *

Ge|seŐ£ll|schaft, die; -, -en [2: mhd. geselleschaft, ahd. giselliscaft = freundschaftliches Verbundensein, Freundschaft; 4: mhd. = kaufm√§nnische Genossenschaft, Handelsgesellschaft]: 1. Gesamtheit der Menschen, die unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen u. sozialen Verh√§ltnissen zusammen leben: die b√ľrgerliche, sozialistische, klassenlose G.; die G. ver√§ndern wollen; er ist ein n√ľtzliches Glied der G.; die Stellung der Frauen in der G. 2. a) das Zusammensein, Begleitung, Umgang: <o. Pl.> das ist keine G. f√ľr dich; jmds. G. fliehen, meiden; er sucht ihre G. (m√∂chte mit ihr zusammen sein); in schlechte G. geraten; umgeben von ged√§mpft konversierender guter G., deren Blicke jede Neugier vermieden (Th. Mann, Krull 267); *jmdm. G. leisten (bei jmdm. sein, sich jmdm. anschlie√üen, damit er nicht allein ist); sich in guter/bester G. befinden (bei etw., was einem widerf√§hrt, was man tut od. sagt, nicht der Einzige sein, sondern auf andere, oft bekannte Pers√∂nlichkeiten, verweisen k√∂nnen, denen dasselbe widerfahren ist, die dasselbe getan od. gesagt haben [wodurch Negatives abgeschw√§cht u. Positives verst√§rkt wird]): Dort (= in den USA) profitiert man von dem guten Ruf deutscher Fahrzeuge und befindet sich in guter G. mit den Konkurrenten, bei denen es √§hnlich steil aufw√§rts geht (Tagesspiegel 4. 12. 98, 23); zur G. (nur aus einer die Geselligkeit f√∂rdernden Haltung heraus od. um jmdm. einen Gefallen zu tun): zur G. ein Bier mittrinken; Mit Eifer trank er das Heilwasser ..., begleitet von seiner Tochter, die √ľbrigens ganz gesund war und nur zur G. mittrank (Th. Mann, Hoheit 127); b) gr√∂√üere gesellige Veranstaltung: eine geschlossene G. (nur einem bestimmten Kreis zug√§ngliche Veranstaltung); eine G. geben; sich auf einer G. kennen lernen; er wurde zu der G. nicht eingeladen; c) Kreis von Menschen, die gesellig beisammen sind: eine fr√∂hliche, laute, langweilige G.; ich will von der ganzen G. (ugs.; von allen diesen Leuten) nichts mehr wissen. 3. durch Verm√∂gen, Stellung [u. Bildung] ma√ügebende obere Schicht der Bev√∂lkerung; gesellschaftliche Oberschicht: die Damen der G.; jmdn. in die G. einf√ľhren; zur G. geh√∂ren. 4. a) Vereinigung mehrerer Menschen, die ein bestimmtes Ziel od. gemeinsame Interessen haben: eine literarische G. gr√ľnden; die G. Jesu (kath. Kirche; der Jesuitenorden); die ehrenwerte G. (verh√ľll.; die Mafia); b) (Wirtsch.) Vereinigung mehrerer Personen od. einzelner Firmen zu einem Handels- od. Industrieunternehmen: eine bankrotte G.; G. mit beschr√§nkter Haftung (Kapitalgesellschaft, bei der die ‚ÜĎGesellschafter 2 nur mit ihrer Einlage haften; Abk.: GmbH); eine G. gr√ľnden.

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Gesellschaft ‚ÄĒ Gesellschaft. Als verbindendes Element zwischen Haus und Oeffentlichkeit bildete sich die Gesellschaft; sie ward, wie Ersteres, vorzugsweise der Wirkungskreis f√ľr Frauen. Zu keiner Zeit gen√ľgte dem Menschen der Familienkreis; er suchte… ‚Ķ   Damen Conversations Lexikon

  • Gesellschaft ‚ÄĒ bezeichnet: Gesellschaft (Soziologie), in der Soziologie eine gr√∂√üere Gruppe zusammenlebender Menschen Gesellschaft (Staatsrecht), die dem liberalen Staat gegen√ľberstehenden B√ľrger in Wirtschaft und Rechtswesen einen Zusammenschluss von… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Gesellschaft ‚ÄĒ [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Auch: ‚ÄĘ Firma ‚ÄĘ Unternehmen ‚ÄĘ Begleitung ‚ÄĘ Verein Bsp.: ‚ÄĘ Dieser Verbrecher ist eine Gefahr f√ľr die Gesellschaft. ‚ÄĘ ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch

  • Gesellschaft ‚ÄĒ (lat. Societas, fr. Soci√©t√©, engl. Society). 1) Im juristischen Sinne die auf gemeinsamen Privatwillen beruhende freie Vereinigung mehrerer Personen zu einem gemeinschaftlichen Zwecke. Dieser Zweck kann bald auf geistige Interessen gerichtet sein ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • gesellschaft ‚ÄĒ 1887, social relationship based on duty to society or an organization, from Ger. Gesellschaft, from geselle companion + schaft ship ‚Ķ   Etymology dictionary

  • Gesellschaft [1] ‚ÄĒ Gesellschaft, im weitesten Sinne des Wortes eine durch gemeinsame Zwecke oder Interessen zur Einheit verbundene, zusammengeh√∂rende Individuengruppe, eine (der Dauer, Ausdehnung, Innigkeit nach verschiedene) Lebensgemeinschaft. In einem engern… ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Gesellschaft [2] ‚ÄĒ Gesellschaft (Soziet√§t, latein. Societas), im Rechtssinn die durch Vertrag zustande gekommene Vereinigung mehrerer Personen zur Errichtung eines gemeinsamen erlaubten Zweckes, insbes. gemeinsamen Verm√∂genserwerbes. W√§hrend sich das r√∂mische Recht ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Gesellschaft ‚ÄĒ Gesellschaft, die nat√ľrliche Gliederung des Volksk√∂rpers auf Grund der verschiedenen Bet√§tigung der Einzelnen, bes. bei Herstellung der G√ľter (s. Gesellschaftswissenschaft); in privatrechtlicher Hinsicht s. Gesellschaftsvertrag und… ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Gesellschaft ‚ÄĒ Gesellschaft, Societ√§t, Vereinigung von mehren Personen zu einem gemeinschaftl. Zwecke; de√üwegen k√∂nnen Vereine, die nicht freiwillig sind (Familie, Gemeinde, Staat), nur uneigentlich G. genannt werden; vergl. G.svertrag ‚Ķ   Herders Conversations-Lexikon

  • Gesellschaft ‚ÄĒ 1. ‚ÜĎHautevolee, ‚ÜĎHigh Society, ‚ÜĎSoziet√§t, 2. Mischpoche ‚Ķ   Das gro√üe Fremdw√∂rterbuch

  • Gesellschaft ‚ÄĒ [g…ô zel‚Ä≤sh√§ftőĄ] n. pl. Gesellschaften [g…ô zel‚Ä≤sh√§főĄt…ôn] [Ger] [sometimes g ] the societal form of association in which rational order, neutral involvement, and obligations to institutions are dominant: opposed to GEMEINSCHAFT ‚Ķ   English World dictionary


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.